Klima und Bauen

Für eine repräsentative Anzahl von mehreren hundert Städten wurden ausgehend von der Einteilung nach der effektiven Klimaklassifikation nach Köppen-Geiger alle Jahresstunden für die Außenlufttemperatur als auch für die absolute Feuchte in das Psychrometric Chart eingetragen. Aus dem Umriss des Standortklimas ist sofort erkennbar, ob vorwiegend geheizt oder gekühlt bzw. entfeuchtet oder befeuchtet werden muss oder ob ein gemäßigtes Klima ohne hohe Anforderungen an die Bauklimatik vorliegt. Als Komfortbereich wurde der internationale Standard der ASHRAE-55 für geringe Luftgeschwindigkeiten zugrunde gelegt. Außerdem ist in Kombination mit den Heiz- und Kühlgradtagen sowie den Be- und Entfeuchtungsgrammtagen abzuschätzen, in welchem Umfang passive Maßnahmen ausreichend sind oder ob eine aktive Kühlung für ein behagliches Raumklima zu allen Zeiten des Jahres nötig ist.

Die bauklimatische Klimaklassifikation (Liedl, 2011) zeigt mit ihren Haupt- und Untertypen auf, welche geografischen Zusammenhänge sich bezüglich Breitengrad, Höhenlage und Meeresnähe bei der bauklimatischen Analyse ergeben. Für das jeweilige Klima der kühlen und gemäßigten Klimazone, der Subtropen, Wüsten und Tropen sind die Untertypen und geografischen Einflussgrößen mit einem charakteristischen Vertreter aufgeführt.

Je nach Außenlufttemperatur und Feuchte lassen sich die Standorte weltweit in bauklimatisch relevante Klimazonen einteilen. Konsequenzen, die sich aus dem Breitengrad, der Höhenlage oder der Kontinentalität für das Klima ergeben, lassen sich bereits ablesen.